Was ist clean eating?

„Clean Eating“ klingt erstmal total modern, wie ein neuer Trend in der Ernährung: total cool, total aufwendig und sicher ein super Schlankheitstipp. Dabei heißt es erstmal nicht mehr, als dass man frisch kocht anstatt auf fertige, verarbeitete Lebensmittel zu setzen. Damit ist clean eating eigentlich eher retro und erinnert mehr an Oma mit ihren drei selbstgekochten Mahlzeiten täglich. Also keine Diät, kein Verzicht auf bestimmte Makros – einfach nur frisches, köstliches Essen.

Was macht clean eating aus?

Beim „reinen essen“ geht es erstmal nicht ums Abnehmen. Clean eating ist keine Diät. Es geht auch nicht um Rohkost. Es darf nicht nur gekocht werden, es ist sogar ausdrücklich erwünscht. Denn eigentlich ist das der Kern: selbst frisch kochen anstatt auf Fastfood und Junkfood zurückzugreifen. Die Natürlichkeit steht im Vordergrund. Frisches Gemüse, frisches Obst, selbst in der Küche verarbeitet, ohne Zusatzstoffe und deklariertes Unbekanntes auf der Dose. Also weg mit der Fertigpizza und auf geht’s zur Frischetheke. Wird dabei noch Regionales und Saisonales bevorzugt – umso besser. Dasselbe gilt übrigens bei Getränken: gesüßte Getränke und Softdrinks sind tabu.

Welche Vorgaben gelten beim clean eating?

Neben dem Grundsätzlichen – der Frische – gibt es noch ein paar weitere Eckpunkte, die clean eating ausmachen. Zum Beispiel ein Frühstück, mehrere, am besten sechs kleine Mahlzeiten täglich und in jeder Mahlzeit komplexe Kohlenhydrate und fettarmes Eiweiß. Dazu kommt ausreichend trinken, gesunde Fette zu sich nehmen sowie reichlich frisches Gemüse und Obst. Außerdem werden Vollkorn-Produkte bevorzugt, während Weißmehl (und Zucker sowie künstliche Süßstoffe) gemieden werden. Alkohol sollte vermieden werden.

Was soll clean eating bewirken?

Zuerst einmal ist es Einstellungssache, eine Grundhaltung und ein Lebensstil. Für „mal zwischendurch“ eignet sich diese Ernährungsweise eher weniger. Dazu werden mehrere positive Nebeneffekte beschrieben. Beispielsweise soll der Verzicht auf Zusatzstoffe und Co. für mehr Energie sorgen, Kopfschmerzen mindern und beim Abnehmen helfen.

Wie funktioniert clean eating im Job?

Wer sich dieser Ernährungsart verschreiben möchte, sollte sich darauf vorbereiten, sein Essen künftig vorzukochen. Anders ist es vielen gar nicht möglich, bei der Arbeit clean zu essen. Das heißt beispielsweise morgens einen frischen Salat zu bereiten, Obst mitnehmen oder etwas kochen, das auf der Arbeit aufgewärmt werden kann. Hierzu gibt es im Internet unzählige Tipps und Hinweise und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Kann jeder clean essen?

Grundsätzlich: Ja. Allerdings ist es wie beim Sport, die Ernährung muss zum Lebensstil passen. Man muss diese Art der Ernährung wollen, mögen und sich darauf einlassen. Wer sich in eine starre Struktur zwingt, nur um beispielsweise einen der positiven Nebeneffekte zu erzwingen, wird bald die Lust verlieren oder so viel Zeit investieren müssen, dass es in Arbeit ausartet. Aber ein Versuch schadet nicht, wenn es einen wirklich interessiert. Beispielsweise können mehr frische Lebensmittel, weniger Zusatzstoffe und kontrolliertere Mahlzeiten bei Zielen wie dem Abnehmen oder generell einem gesünderen Lebensstil durchaus helfen.

Schreibe einen Kommentar

Close Panel