Zum ersten Mal im Fitnessstudio

Wer zum ersten Mal ein Fitnessstudio betritt, fühlt sich wohl kaum wie zuhause. Die Geräte sind fremd und bei vielen weiß man nicht, wozu sie überhaupt sind. Die meisten Menschen im Studio sehen super aus – dafür gehen sie schließlich hin. Und jetzt kommt man da als Neuling rein und hat vielleicht noch nie diese Form von Sport gemacht. Kann sogar sein, dass die Leute komisch kucken, denn sie sehen vor allem zum Jahreswechsel zig neue Gesichter kommen und ein paar Wochen später wieder gehen. Und trotz alle dem: Dranbleiben lohnt sich!

Zuerst einmal ein Wort an alle, die bei Neulingen im Studio mit den Augen rollen: Ihr wart auch mal Anfänger! Genau das sollte sich jeder vor Augen führen, der sich bei seinem ersten Studiobesuch ein wenig unbehaglich fühlt. Wer hier trainiert, hat auch mal klein angefangen. Hat auch seine Problemzonen. Hat auch mal kämpfen oder sich neu motivieren müssen. Wusste auch nicht gleich, was er wie zu machen hat. Also lasst euch nicht unterkriegen und zieht es durch!

Um Hilfe zu bitten ist keine Schande

Eigentlich wissen wir das alle, trotzdem will ich es an dieser Stelle wiederholen: Um Hilfe zu bitten ist keine Schande. In Fitnessstudios arbeiten Menschen, die dafür bezahlt werden, euch zu helfen (und einige davon können es sogar). Bevor ihr euch also einfach mal auf die Geräte stürzt, fragt einen Trainer. Lasst euch beraten, euch alles zeigen und erklären. Zum einen bekommt ihr so eine Studio-Tour und werdet etwas lockerer. Zum anderen ist es bei jeder Übung für Effektivität und Gesundheit wichtig, sie korrekt auszuführen. Scheut euch auch nicht, hier nochmal nachzuhaken, wenn ihr was nicht verstanden oder wieder vergessen habt. Wenn ihr an einem Tag zehn neue Übungen lernt, ist es völlig normal, bei etwas mal unsicher zu werden.

Ich kann euch auch nur empfehlen, euch einen Trainingsplan erstellen zu lassen. So kommt ihr wenig in die Sache rein. Es gibt einige, die kommen ohne Plan gut klar, haben Erfahrung, sind grundsätzlich motiviert und wissen, was sie brauchen und was ihnen guttut. Doch gerade am Anfang hilft es meiner Erfahrung nach, den inneren Schweinehund zu überwinden, wenn man ein festgelegtes Pensum und ein Ziel vor Augen hat.

Trotzdem solltet ihr selbst nachdenken. Nicht jeder, der sich Trainer nennt, hat auch Ahnung. Nicht jeder im Studio, der gut aussieht, hat das auch mit gesunden und für euch passenden Mitteln erreicht. Hört euch andere Meinung an, nehmt vielleicht auch mal was mit, aber überlegt auch selbst, ob das so passen kann. Am besten sucht ihr euch erstmal einen Trainer aus, denn es gibt verschiedene Herangehensweisen und jede Woche zu wechseln bringt einen auch nicht weiter. Und hört auf euren Körper. Tut euch was weh, ist etwas unangenehm, prüft, ob ihr die Übung richtig macht und ob sie für euch passt.

Routine muss sich erst entwickeln

Gerade am Anfang tun wir uns alle mit neuen Verhaltensweisen schwer. Da ist der Gang ins Fitnessstudio keine Ausnahme. Darum ist es wichtig, sich gerade zu Beginn jeden Tag neu zu motivieren. Setzt euch keine unerreichbaren Ziele, aber auch keine zu kleinen. Wählt ein realistisches Trainingspensum, das ihr bewältigen könnt. Und erwartet keine Wunder. Von ein bisschen Sport ist noch keiner in zwei Wochen zu Schwarzenegger geworden. Also lasst euch Zeit, konzentriert euch auf die kleinen positiven Veränderungen. Geht das Treppensteigen plötzlich leichter? Fühlt ihr euch straffer, auch wenn die Waage noch nicht weniger anzeigt? Das ist keine Einbildung, das sind die ersten Verbesserungen! Merkt sie euch, schreibt sie euch auf, und haltet sie euch vor Augen, wenn ihr nach zwei Wochen die Lust verliert.

Training und Fitness sind keine Blitz-Diät. Versprechungen aus der Werbung suggerieren uns das gerne. In 12 Wochen zum Traumkörper – oder in acht, oder in sechs, oder sogar in vier. Das ist einfach nicht möglich und auch nicht nachhaltig. Fallt nich darauf rein und lasst euch davon nicht entmutigen. Geht es langsam an. Wenn ihr wirklich fitter werden und trainieren wollt, dann verändert ihr gerade euren Lebensstil. Das geht nicht in fünf Minuten. Und es hält auch nicht nur fünf Minuten. So etwas sollte dauerhaft sein und wird euch für Jahre, vielleicht euer ganzes Leben lang begleiten.

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